Impressionen aus dem Schulalltag 2025

Exkursion Rindermast und Energieerzeugung im Ostallgäu, 18. März 2025

In der vergangenen Woche besichtigten unsere Technikerklassen der T1 den Rindermast- und Biogasbetrieb Hof Burgösch im Landkreis Ostallgäu.
Zu Beginn bekamen wir bei einer Präsentation einen guten Überblick über die Hofgeschichte, das Wachstum des Betriebes und die verschiedenen Standbeine. Der Betriebsleiter hatte den Betrieb im Jahr 2000 mit 37 Kühen übernommen und zu einer beachtlichen Größe von 2.000 Rindermastplätzen aufgebaut. Außerdem gehören heute noch 300 ha Fläche und eine 1.500 kW Biogasanlage zum Betrieb.

Bei dieser großen Tierzahl ist ein gutes Hygienekonzept wichtig für den Erfolg. Alle acht Wochen werden etwa 250 Mastkälber zugekauft. Die Ein- bzw. Umstallung erfolgt im Rein-Raus-Verfahren und jeder Kälberstall hat eine eigene Schleuse, eigene Stallkleidung und eigenes Werkzeug. Die Haltung der Tiere ist vollständig auf Stroh und die Mastbullen sind in einem Tretmiststall gemäß den Anforderungen von Haltungsstufe 3 (Außenklima) untergebracht.
Das Standbein der Energieerzeugung wurde zuletzt durch die Anschaffung einer Aufbereitungsanlage von Biogas zu Biomethan weiter ausgebaut. Mit dem Strom der eigenen PV-Anlage kann so das erzeugte Biogas aufbereitet und als Biomethan in das Erdgasnetz eingespeist werden.

Milchziegenhaltung, 13. März 2025

Dass auch die Milchziegenhaltung ein sehr interessanter Betriebszweig sein kann, durfte unsere Technikerklasse TS 1a letzte Woche auf dem Betrieb von Günther Gebauer in Scheuring erfahren.
Herr Gebauer berichtete von der Entwicklung seines Betriebes über die Fütterung und Produktionstechnik bis hin zur Vermarktung der Milch und Fleischprodukte. Das Heu für die Ziegen trocknet er in der hofeigenen Heutrocknung und achtet auf eine gute, blattreiche und stengelarme Qualität. Außerdem bekommen die Tiere eine Mischung aus Karotten und Getreide. Seine Herde ist in zwei Gruppen geteilt, die um ein Jahr versetzt ablammen und dann für zwei Jahre gemolken werden. Auf diese Weise kann das ganze Jahr über, auch in den Wintermonaten, Milch abgeliefert werden. Die Vermarktung erfolgt über die Molkerei Andechs sowie in der Direktvermarktung von Käse und Fleisch- bzw. Wurstprodukten ab Hof. Im vergangenen, nassen Sommer 2024 war die Beweidung oft ein Problem, da die kleinen Wiederkäuer sehr empfindlich auf Parasitenbefall, wie etwa dem roten Magenwurm reagieren, der auch tödlich sein kann. Zum Schluss durften wir uns beim Verkosten von Milch und Ziegensalami davon überzeugen, dass diese eine tolle Alternative zu den üblichen Produkten von Rind und Schwein sind.

Legehennenhaltung und Eiervermarktung, 21. und 25. Februar 2025

Herr Egger erklärt die Eiersortierung
Interessante Einblicke in die Bio-Legehennenhaltung und Eiervermarktung erhielten unsere Technikerklassen der T1 im Februar bei einem Besuch auf dem Betrieb der Familie Dietmaier sowie der Firma Biovum GmbH im Landkreis Unterallgäu. Biovum vermarktet die Bio-Eier ihrer Lieferanten an zahlreiche große Einzelhandelsketten sowie als Flüssigei und Trockeneipulver an Unternehmen der Lebensmittelverarbeitung. Geschäftsführer Philipp Egger berichtete über die Arbeitsabläufe und führte uns durch die Hallen der Anlieferung, Sortierung, Qualitätsprüfung, Verpackung und Flüssigeiverarbeitung. Die Flüssigeier werden entweder als Vollei, Eigelb oder Eiweiß pasteurisiert und je nach Kundenwunsch noch mit Zucker oder Salz für die Weiterverarbeitung versetzt und dann z.B. für die Waffelproduktion genutzt. Etwa eine Million Eier werden pro Woche an vier Tagen sortiert.

Unsere nächste Station führte uns auf den Betrieb der Familie Dietmaier. Hier werden u.a. 3000 Legehennen der Rasse Sandy in zwei Stallgebäuden gehalten. Familie Dietmaier vermarktet die Eier an die Firma Biovum zum Teil direkt an Verbraucher aus der Region. Herr Dietmaier erklärte uns seine betrieblichen Abläufe vom Einstallen der Junghennen, über die Fütterung und die Gestaltung und Nutzung des Auslaufs bis hin zur Mauser. Diese wird auf dem Betrieb seit einiger Zeit erfolgreich durchgeführt und dient der Regeneration der Tiere, um diese für eine weitere Legeperiode nutzen zu können.

Landsberger Thementage in der Landmaschinenschule, 29./30. Januar 2025

Vortrag von Geo Konzept
Rund 150 Gäste aller Altersklassen kamen zum Düngetag, der mit den Firmen BayWa und Rauch bestritten wurde. Herr Kammerer, BayWa, referierte über die Qualitätsweizenerzeugung im Rahmen der DüVo. Herr Rathmer, Rauch, stellte vor, wie durch präzise Technik und teilflächenspezifische Bewirtschaftung sichergestellt wird, dass die Düngeeffizienz steigt und Verluste minimiert werden

Am zweiten Tag zum Thema „Nachrüstlösungen für Spurführungssysteme“ erklärte Herr Lämmermann, Geo Konzept, die Grundlagen, wie Spurführung funktioniert und ging auf die verschiedenen Möglichkeiten und deren Voraussetzungen ein. Herr Friedl, AELF Fürstenfeldbruck, zeigte aktuelle Fördermöglichkeiten des „Bayerischen Sonderprogramms Landwirtschaft Digital“. Zum Abschluss berichtete Fachlehrer André Strobl von seinen Erfahrungen ein Nachrüstsystem des Herstellers FJDynamics, durch die Fa. GRUMA zur Verfügung gestellt, auf einen vorhandenen Traktor der Landmaschinenschule aufgebaut und kalibriert zu haben.